Der Pfungstädter Galgen

galgen_in_pfungstadt

An der Straße zwischen Pfungstadt und Eberstadt steht der Galgen, die erhaltene Richtstätte des Mittelalters. Jener ist ein Überrest der Zent (Gericht) und besteht aus drei steinernen Säulen. Als ehemaligem Gerichtsort waren Pfungstadt die Orte Hahn, Eich, Eschollbrücken, Griesheim, Eberstadt, Nieder-Ramstadt, Traisa, Waschenbach und Nieder-Beerbach zugeordnet. Das Gericht tagte, wie es in einem Weistum von 1493 heißt, „in dem Dorf auf dem plane nach dem born“, das heißt am Rathaus in der heutigen Borngasse.

Hinrichtungen durch den Strang waren öffentlich und sollten als Abschreckung dienen. Daher wurden die Galgen in der Nähe von Verkehrswegen errichtet. Hinrichtungen sind nicht überliefert, aber es befindet sich an einer Säule eine Tafel mit der Inschrift: „ Hier wurde der Leichnam des Posträubers Kiefer, genannt Katzof, der mit Gundermann am 23. April 1780 die Post berauben wollte, eingescharrt; er starb im Stockhaus an Läusefraß.“

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