Foto des Monats Juli

Im März 1892 gründete Justus Ulrich, der Schwiegersohn des Brauereigründers Justus Hildebrand, im Gasthaus „Zur Sonne“ von Michael Diehl in der Sandstraße, den ersten Ziegenzuchtverein Deutschlands. Da Justus Ulrich sehr sozial eingestellt war, wollte er mit der Haltung und Züchtung der Ziegen die Ernährung und damit auch die Selbstversorgung der Pfungstädter verbessern. Nicht jeder war in der Lage sich eine Kuh zu halten, zudem war und ist die Ziegenmilch besser verträglich und konnte auch zu Butter und Käse weiterverarbeitet werden, weiterhin lieferten die Tiere Fleisch. Zur Zucht entschied man sich für die Rasse der Schweizer Saanen-Ziegen, die Justus Ulrich auf einer Reise kennengelernt hatte. Wie erfolgreich die Zucht der Ziegen war, erkennt man daran, dass sich viele andere Gemeinden ein Beispiel an der Pfungstädter Ziegenzucht nahmen und zur Gründung der eigenen Zucht ausschließlich Ziegen aus Pfungstadt haben wollten. So waren die Zicklein bereits vor der Geburt verkauft. Heute gibt es  in Pfungstadt keine Ziegen mehr, aber nach dem von Justus Ulrich und Christian Dettweiler aufgestellten Leitfaden von 1892 werden heute noch weltweit Ziegen gezüchtet. Verewigt hat sich aber die Ziegenzucht im Pungschder Lied, denn da heißt es: „Pungschd bleibt Pungschd, un won die Gaas im Stall verreckt.“

 

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